1.000 Angiographie - Eingriffe am Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol

Zahl der Behandlungen steigt kontinuierlich

 


Die Angiographie am Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol erfreut sich einer immer stärkeren Auslastung. Seit ihrer Inbetriebnahme vor rund vier Jahren entwickelten sich die Eingriffe von rund 200 auf mittlerweile bei etwa 350 Behandlungen jährlich. Kürzlich wurde der 1.000. Eingriff durchgeführt.

„Die steigenden Behandlungszahlen zeigen, welchen Stellenwert die Angiographie mittlerweile in unserem medizinischen Alltag hat. Die Anlage ist an drei Tagen pro Woche im Vollbetrieb und wird für eine ganze Reihe unterschiedlicher Eingriffe genutzt. Davon profitieren vor allem die Patientinnen und Patienten aus unserer Region“, sagt der Leiter der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologe Prim. Dr. Christof Kranewitter, MSc. Die neue Angiographie-Einheit mit Roboterarm ist seit Herbst 2024 in Betrieb. Mit ihr können Blutgefäße nach Gabe von Kontrastmittel präzise dargestellt werden. Gleichzeitig sind über unterschiedliche Katheter minimalinvasive Behandlungen möglich.

Gute Versorgung für Gefäßpatienten in der Region
Ein Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Gefäßerkrankungen. Dabei arbeiten die Interventionelle Radiologie und die Gefäßchirurgie eng zusammen. Verengte oder verschlossene Gefäße, etwa an Beinen und Becken, können über einen Katheter erweitert und bei Bedarf mit einem Stent versorgt werden. Auch sogenannte Hybrid-Eingriffe, bei denen interventionelle und gefäßchirurgische Verfahren kombiniert werden, sind am Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol möglich. Das Behandlungsspektrum reicht von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) über Aneurysmen und arterielle Embolien bis zu Gefäßverletzungen und Engstellen an Dialysezugängen.„Gerade bei Gefäßerkrankungen ist ein gutes Angebot in der Region von großer Bedeutung. Durch die enge und sehr gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Gefäßchirurgie können wir viele Erkrankungen direkt am Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol abklären und behandeln“, so Kranewitter.

Wichtige Rolle bei akuten Blutungen
Eine besondere Bedeutung hat die Angiographie bei der Behandlung von Blutungen. In der Interventionellen Radiologie kann die Blutungsquelle über die Gefäße aufgesucht und von innen verschlossen werden. Dafür kommen beispielsweise kleine Metallspiralen, sogenannte Coils, oder Mikropartikel zum Einsatz. Auf diese Weise lassen sich Blutungen minimalinvasiv behandeln und in geeigneten Fällen größere Operationen vermeiden. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Embolisationen bei chronischen Gelenkschmerzen. 

Dabei werden kleinste Gefäße verschlossen, die an Entzündungs- und Schmerzprozessen beteiligt sind. 

Das Verfahren wird unter anderem bei Kniegelenksbeschwerden infolge von Arthrose eingesetzt. „Die Möglichkeiten der interventionellen Radiologie haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Wir können heute schonender behandeln und Eingriffe anbieten, die früher so am Standort nicht möglich waren. Die hohe Auslastung unserer Angiographie zeigt, wie stark dieses Angebot angenommen wird“, betont Kranewitter. Mit dem 1.000. Eingriff zieht der Primar eine positive Zwischenbilanz. Die steigenden Behandlungszahlen machen deutlich, dass sich die Angiographie innerhalb kurzer Zeit als wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung im Bezirk etabliert hat.

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Dr. Martin Fischer, Dr. Michael Fernsebner, Dr.in Andrea Endisch, Prim. Dr. Christof Kranewitter, Balthasar Knoll BSc Bereichsleitung Radiologie, DGKP Marianne Schwaiger, Dr. Andreas Nüsser © BKH St. Johann in Tirol

Prim. Kranewitter © BKH St. Johann in Tirol

Dr. Andreas Nüsser mit Dr.in Andrea Endisch während eines Eingriffes in der Angiographie. © BKH St. Johann in Tirol

Dr.in Andrea Endisch und Prim. Christof Kranewitter in der Angiographie vor dem großen Monitor während eines Eingriffes. © BKH St. Johann in Tirol