Anlässlich des Weltlungentags am 25. September 2026 macht Dr. Kai Bromm, Leitender Oberarzt und Facharzt für Innere Medizin im REHA Zentrum Münster, auf die Bedeutung der Lungengesundheit und die zunehmenden Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf die Atemwege aufmerksam. Das REHA Zentrum Münster nimmt den internationalen Aktionstag zum Anlass, insbesondere über den Einfluss von Luftqualität, Hitze und Umweltbelastungen auf die Lunge sowie über Möglichkeiten derPrävention und Rehabilitation zu informieren.
Klimawandel belastet die Atemwege
Der Klimawandel bringt Umweltveränderungen mit sich, die sich direkt auf die Gesundheit auswirken können. Besonders betroffen sind die Atemwege. Höhere Temperaturen können Pollensaisonen verlängern und die Belastung durch bodennahes Ozon erhöhen. Trockenperioden, Luftverschmutzung und Rauchbelastungen durch Waldbrände können zusätzlich zu einer erhöhten Feinstaubbelastung beitragen. „Wir sehen zunehmend, welchen Einfluss Hitze, Luftschadstoffe und veränderte Umweltbedingungen auf Menschen mit Atemwegserkrankungen haben“, erklärt Dr. Kai Bromm. „Vor allem bestehende Erkrankungen wie Asthma oder COPD können sich unter diesen Bedingungen verschlechtern und Beschwerden wie Husten oder Atemnot verstärken.“ Besonders empfindlich reagieren Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit bereits bestehenden Lungen- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Umso wichtiger ist es, Risikogruppen gezielt zu schützen, Belastungen möglichst zu reduzieren und über die gesundheitlichen Auswirkungen von Umwelt- und Klimafaktoren aufzuklären“, so Bromm.
Beschwerden frühzeitig abklären
Neben der Prävention kommt auch der frühzeitigen Abklärung von Beschwerden eine wichtige Rolle zu. Anhaltender Husten, wiederkehrende Atemwegsprobleme oder zunehmende Atemnot sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.„Wer über längere Zeit Beschwerden hat oder aufgrund von Rauchen, beruflichen Belastungen oder anderen Faktoren ein erhöhtes Risiko aufweist, sollte seine Lungenfunktion ärztlich abklären lassen“, empfiehlt Dr. Bromm. Eine wichtige Untersuchungsmethode ist dabei die Spirometrie. Sie ermöglicht eine Beurteilung der Lungenfunktion und kann Hinweise auf Erkrankungen wie COPD geben. Bei zunehmender Atemnot sollte frühzeitig die Hausärztin bzw. der Hausarzt oder eine Fachärztin bzw. ein Facharzt für Lungenheilkunde aufgesucht werden. „Je früher Veränderungen erkannt werden, desto früher können geeignete Maßnahmen gesetzt und mögliche Folgeschäden begrenzt werden“, betont Bromm.
Prävention beginnt im Alltag
Ein wesentlicher Teil der Lungengesundheit liegt in der eigenen Hand. Besonders wichtig sind der Verzicht auf das Rauchen, regelmäßige körperliche Aktivität, empfohlene Schutzimpfungen sowie ein bewusster Umgang mit Umweltbelastungen. „Gerade bei chronisch geschädigten Atemwegen ist es wichtig, zusätzliche Belastungen möglichst gering zu halten“, erklärt Dr. Bromm. „Wer nicht raucht, körperlich aktiv bleibt und medizinische Vorsorge ernst nimmt, kann viel dazu beitragen, die Lungenfunktion und die eigene Belastbarkeit möglichst lange zu erhalten.“ Bei chronischen Lungenerkrankungen kann darüber hinaus eine pneumologische Rehabilitation einen wichtigen Beitrag leisten.
Spezialisierte Rehabilitation im REHA Zentrum Münster
Das REHA Zentrum Münster bietet spezialisierte Rehabilitationsprogramme für Patientinnen und Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen. Das Angebot umfasst individuell abgestimmte Therapiepläne mit Atemtherapie, gezieltem körperlichem Training, physiotherapeutischen Maßnahmen sowie medizinischer und therapeutischer Begleitung. „Pneumologische Rehabilitation bedeutet weit mehr als reine Atemtherapie“, erklärt Dr. Bromm. „Unser Ziel ist es, Beschwerden zu reduzieren, die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und den Patientinnen und Patienten Sicherheit im Umgang mit ihrer Erkrankung zu geben.“ Neben der medizinischen Behandlung spielt auch das Erlernen eines gesundheitsfördernden Lebensstils eine zentrale Rolle. Bewegung, richtige Atemtechniken, der Umgang mit Belastungssituationen und das Wissen über die eigene Erkrankung sollen dazu beitragen, den Alltag nach der Rehabilitation möglichst selbstständig und aktiv bewältigen zu können. „Eine gezielte pneumologische Rehabilitation kann wesentlich dazu beitragen, Belastbarkeit und Lebensqualität zu verbessern. Entscheidend ist aber auch, dass die Patientinnen und Patienten das Erlernte anschließend dauerhaft in ihren Alltag integrieren“, so Bromm.
Weltlungentag als Anlass zur Aufklärung
Der Weltlungentag soll daran erinnern, dass Lungengesundheit nicht selbstverständlich ist und durch Umweltbedingungen ebenso beeinflusst wird wie durch den eigenen Lebensstil. Für Dr. Bromm liegt deshalb ein wichtiger Schwerpunkt auf Information und frühzeitiger Sensibilisierung. „Viele Lungenerkrankungen entwickeln sich schleichend und werden lange unterschätzt. Umso wichtiger ist es, Veränderungen wahrzunehmen, Beschwerden ernst zu nehmen und rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen“, sagt Bromm abschließend. „Der Weltlungentag ist eine gute Gelegenheit, die Lunge stärker ins Bewusstsein zu rücken und deutlich zu machen, wie wichtig Vorsorge, Früherkennung und gezielte Behandlung sind.“
Über das REHA Zentrum Münster
Das REHA Zentrum Münster ist mit seinen fünf Indikationen eines der modernsten Rehabilitationszentren Österreichs. Patientinnen und Patienten werden in den Bereichen Neurologie, Pulmologie, Kardiologie, Onkologie und psychosoziale Gesundheit betreut. Ein multidisziplinäres Team entwickelt individuell abgestimmte Rehabilitationsprogramme mit dem Ziel, körperliche Leistungsfähigkeit, Selbstständigkeit und Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

