Das Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol setzt einen Meilenstein in der digitalen Gesundheitsversorgung: Als erstes Tiroler Krankenhaus werden neben radiologischen Befunden auch vollständige Röntgen-, CT- und MRT-Bilder in die elektronische Gesundheitskarte (ELGA) eingespeist. Damit profitieren Patient:innen und behandelnde Ärzt:innen gleichermaßen von einem einfacheren und besseren Zugang zu medizinischen Informationen. Das ermöglicht eine effizientere Patientenversorgung bei aktuellen Datenschutzstandards.
Digitalisierung als konsequenter Weg
Das Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol treibt die Digitalisierung bereits seit vielen Jahren aktiv voran. Seit 2008 arbeitet das Krankenhaus vollständig digital – inklusive digitaler Fieberkurve – und entwickelt seither die IT-Infrastruktur ständig weiter. Ziel ist es, medizinische Abläufe zu optimieren, administrative Prozesse zu vereinfachen und die Qualität der Patient:innenversorgung zu verbessern.
NEU: Radiologische Bilddaten in ELGA
Jetzt geht das BKH St. Johann noch einen Schritt weiter: Seit Anfang des Jahres ergänzen radiologische Bilddaten – Röntgenaufnahmen sowie CT- und MRT-Bilder – die radiologischen Befunde, die ins ELGA-Portal geladen werden. „Die Einspeisung radiologischer Bilddaten in ELGA ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Digitalisierung des Gesundheitswesens und verbessert die Patientenversorgung bei gewährleistetem Datenschutz“, erklärt Michael Koch, IT-Leiter des BKH St. Johann in Tirol. Damit ist das Krankenhaus das erste in Tirol, das diese Form der Bilddaten-Übermittlung nutzt.
Mehr Transparenz für Patient:innen und Ärzt:innen
ELGA ist die österreichweite elektronische Gesundheitskarte, über die medizinische Informationen einrichtungsübergreifend und datenschutzkonform zur Verfügung gestellt werden. So erhalten Patient:innen jederzeit und ortsunabhängig nicht nur Zugriff auf Ihre Befunde, sondern auch auf ihre Röntgen- und CT- sowie MRT-Bilder. „So werden Abstimmungen zwischen Behandler:innen verbessert und gleichzeitig setzen wir einen weiteren Schritt Richtung Digitalisierung“, sagt Koch. Bei Überweisungen oder Weiterbehandlungen bzw. Zweitmeinungen stehen alle relevanten Daten und Bilder einfach zur Verfügung. Das spart Zeit, weitere Untersuchungen und ermöglicht eine schnelle und lückenlose Behandlung. Der Schutz sensibler Daten hat dabei höchste Priorität. Das Übermitteln der Daten und das Speichern unterliegen klaren gesetzlichen Vorgaben, Zugriffe sind streng geregelt und nur für berechtigte Personen möglich.
Vorreiter in der digitalen Gesundheitsversorgung
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